Der IRONMAN 70.3 Zell am See-Kaprun endet mit zwei deutschen Siegen: Laura Philipp und Lasse Nygaard Priester zeigen beeindruckende Leistungen auf der Strecke und setzen sich gegen starke internationale Konkurrenz durch.
- Foto: Jan Hetfleisch/Getty Images for IRONMAN
Vor der spektakulären Kulisse des Zeller Sees und der österreichischen Alpen lieferten sich die Profis beim IRONMAN 70.3 Zell am See-Kaprun am vergangenen Sonntag ein packendes Rennen. Am Ende gab es gleich doppelten deutschen Jubel. Laura Philipp gewann das Frauenrennen, Lasse Nygaard Priester setzte sich bei den Männern durch.
Für Priester war der Sieg dabei ein besonderer Erfolg: Der Deutsche feierte seinen ersten Triumph in der Experience Oman IRONMAN Pro Series.
Philipp dominiert das Rennen der Frauen
Im Frauenrennen sorgte zunächst Lisa Perterer für Tempo. Gemeinsam mit der Niederländerin Rani Skrabanja kam sie an der Spitze aus dem Wasser. Skrabanja schwamm in 26:28 Minuten die schnellste Zeit des Tages, Laura Philipp folgte nur sechs Sekunden dahinter.
Auf dem Rad übernahm Philipp schnell die Initiative. Perterer konnte sich zwar für einen kurzen Moment die Führung zurückholen, wurde jedoch durch eine blaue Karte und später durch eine abgesprungene Kette am entscheidenden Anstieg zurückgeworfen. Dennoch kämpfte sie sich erneut an die Spitze, vorbei an Laura Philipp. Zur Hälfte der Radstrecke hatten sich Philipp und Perterer bereits fast fünf Minuten vom Verfolgerfeld abgesetzt.
Philipp erreichte die zweite Wechselzone schließlich nach einer starken Radzeit von 2:21:32 Stunden als Erste. Rund zwei Minuten später folgte Perterer.
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Auf der Laufstrecke fällt die Entscheidung
Auf der Laufstrecke konnte Philipp ihren Vorsprung kontinuierlich ausbauen. Perterer kontrollierte diesen Abstand zunächst, während India Lee mit einer starken Laufleistung auf den dritten Platz vorlief.
Philipp lief souverän zum Sieg und überquerte nach 4:13:22 Stunden die Ziellinie - mehr als fünf Minuten vor Perterer. "Ich habe mich gut gefühlt. Es war ein wunderschöner Tag", sagte Philipp nach ihrem Sieg.
Nur zwei Wochen nach ihrem IRONMAN zeigte sich die Deutsche besonders zufrieden mit ihrer Leistung. Ihr Plan für das Rennen: Gut schwimmen, hart Rad fahren und anschließend sehen wie sich der Lauf entwickelt. „Das Schöne daran, wenn man gerade einen IRONMAN absolviert hat, ist, dass sich der Halb-Ironman so viel kürzer anfühlt und nur halb so lange dauert“, erklärte Philipp.
Top Five Female Professional Results - IRONMAN 70.3 Zell am See
| Pos | Name | Swim | Bike | Run | Total Time |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Laura Philipp | 26:34 | 2:21:32 | 1:20:48 | 4:13:22 |
| 2 | Lisa Perterer | 26:30 | 2:23:41 | 1:23:58 | 4:18:38 |
| 3 | India Lee | 26:54 | 2:31:38 | 1:23:41 | 4:26:52 |
| 4 | Anastacia Damm Nielsen | 28:47 | 2:29:21 | 1:26:28 | 4:29:10 |
| 5 | Leana Bissig | 26:58 | 2:28:29 | 1:29:47 | 4:29:31 |
Priester setzt sich im Männerduell gegen Geens durch
Bei den Männern kam Tjebbe Kaindl als Erster aus dem Wasser und führte eine große Spitzengruppe an, in welcher insgesamt 22 Athleten innerhalb von nur einer Minute aus dem Wasser kamen.
Auf dem Rad wurde das Feld schnell kleiner. Der 13 Kilometer lange Anstieg brachte schließlich eine Führungsgruppe bestehend aus Jelle Geens, Valdemar Solok und Lasse Nygaard Priester hervor. Nach dem Gipfel attackierte Priester auf der Abfahrt und setzte sich an die Spitze, dicht gefolgt von Geens. Die zweite Wechselzone erreichte Priester mit einer starken Radzeit von 2:05:28 Stunden, Geens folgte nur zwei Sekunden später.
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Ein spannendes Duell auf der Laufstrecke
Auch auf den ersten Laufkilometern blieb das Rennen eng. Doch Priester erhöhte nach und nach das Tempo und konnte zu Beginn der zweiten Runde eine entscheidenede Lücke reißen.
Angetrieben vom heimischen Publikum lief der Deutsche den Sieg souverän nach Hause. Nach 3:43:29 Stunden überquerte Priester die Ziellinie. Geens folgte auf dem zweiten Platz, Tjebbe Kaindl komplettierte das Podium.
„Fast perfekt“, lautete Priesters Fazit. Er sei bereits beim Schwimmen in der Spitzengruppe gewesen und habe sich während des Rennens kontrolliert gefühlt. Für den Lauf gegen Geens habe er allerdings „wirklich pushen“ müssen. "Im Moment bin ich einfach glücklich über meinen ersten Pro-Series-Sieg. Dieses Jahr läuft ziemlich gut und es war wirklich wichtig, dieses Rennen zu gewinnen."
Top Five Male Professional Results - IRONMAN 70.3 Zell am See
| Pos | Name | Swim | Bike | Run | Total Time |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Lasse Nygaard Priester | 23:22 | 2:05:28 | 1:10:58 | 3:43:29 |
| 2 | Jelle Geens | 23:26 | 2:05:30 | 1:13:27 | 3:45:59 |
| 3 | Tjebbe Kaindl | 23:07 | 2:08:59 | 1:12:26 | 3:48:22 |
| 4 | Gregor Payet | 23:47 | 2:07:37 | 1:14:20 | 3:49:35 |
| 5 | Trevor Foley | 24:28 | 2:06:51 | 1:14:22 | 3:49:57 |
Philipp übernimmt Führung in der Pro Series
Der Sieg in Zell am See-Kaprun ist für Laura Philipp auch mit Blick auf die Gesamtwertung der Experience Oman IRONMAN Pro Series von großer Bedeutung.
Durch ihren Erfolg machte die Deutsche einen Sprung um fünf Positionen und übernahm mit 14.663 Punkten die Führung in der Gesamtwertung. Lisa Perterer verbesserte sich ebenfalls um fünf Plätze und liegt nun auf Rang sechs.
Bei den Männern kletterten Jonas Hoffmann und Kieran Lindars jeweils um acht Positionen nach oben und liegen nach dem Rennen auf den Plätzen vier und fünf.
Die Saison der Pro Series geht nun in ihre entscheidende Phase. Nach 14 von insgesamt 16 Rennen stehen noch zwei große Höhepunkte auf dem Programm: die IRONMAN 70.3 World Championship in Nizza und die IRONMAN World Championship in Kailua-Kona auf Hawaii.
IRONMAN Pro Series Standing – Top Five Frauen (nach 14 Events)
| Rank | Name | Total IRONMAN Pro Series Points (Max Top 5 events) | Total Eligible Races Scored | Eligible IRONMAN Races Scored | Eligible IRONMAN 70.3 Races Scored |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Laura Philipp | 14,663 | 4 | 2 | 2 |
| 2 | Katrine Christensen | 13,156 | 4 | 2 | 2 |
| 3 | Grace Thek | 12,996 | 5 | 2 | 3 |
| 4 | Marta Sanchez | 12,444 | 4 | 2 | 2 |
| 5 | Solveig Løvseth | 12,385 | 3 | 2 | 1 |
IRONMAN Pro Series Standing – Top Five Männer (nach 14 Events)
| Rank | Name | Total IRONMAN Pro Series Points (Max Top 5 events) | Total Eligible Races Scored | Eligible IRONMAN Races Scored | Eligible IRONMAN 70.3 Races Scored |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Matt Hanson | 16,744 | 5 | 3 | 2 |
| 2 | Trevor Foley | 16,689 | 5 | 3 | 2 |
| 3 | Kristian Blummenfelt | 14,142 | 4 | 2 | 2 |
| 4 | Jonas Hoffmann | 13,385 | 5 | 3 | 2 |
| 5 | Kieran Lindars | 13,289 | 4 | 2 | 2 |
- Foto: Jan Hetfleisch/Getty Images for IRONMANMAN
Hall of Fame: Smyers und Alexander werden geehrt
Eine besondere Nachricht gab es während der Übertragung ebenfalls: Die IRONMAN-Ikonen Karen Smyers und Craig Alexander wurden als Mitglieder der IRONMAN Hall of Fame 2026 bekannt gegeben.
Smyers wird unter anderem für ihren Sieg bei der IRONMAN World Championship 1995 und ihre außergewöhnliche Karriere über verschiedene Triathlondistanzen geehrt.
Craig Alexander, der die Übertragung als Co-Moderator begleitete, blickt auf drei Siege bei der IRONMAN World Championship und zwei Titel bei der IRONMAN 70.3 World Championship zurück.
Die offizielle Aufnahme in die Hall of Fame findet während der Rennwoche der IRONMAN World Championship 2026 in Kailua-Kona statt.


Laura Philipp
Lisa Perterer
India Lee
Anastacia Damm Nielsen
Leana Bissig
Jelle Geens
Gregor Payet
Trevor Foley
Marta Sanchez
Solveig Løvseth

















